
60, rue des Cévennes 75015
- Paris.
Les Cahiers de l'Orient
Eine Zeitschrift zum Thema Naher Osten
ist heute keine intellektuelle Laune sondern viel eher eine
Notwendigkeit. Der Nahe Osten ist eine der explosivsten
Regionen der Welt: Hier treffen viele der wichtigsten Herausforderungen
unserer Zeit aufeinander, hier entscheidet sich in großem
Umfang die zukünftige Entwicklung.
Der Nahe Osten ist und bleibt so sehr eine Krisenregion,
dass manch einer die blutigen Konflikte und Kriege, die
sie bestimmen, kaum mehr auseinander halten kann. Die Gewalt
scheint gleichzeitig Definition und Beschreibung dieser
Region zu sein: Staaten, die gegeneinander kämpfen,
Völker gegen Völker, das Völker gegen den
Staat... Die Kriege zwischen Israel und seinen arabischen
Nachbarstaaten, der Krieg zwischen Iran und Irak, der Krieg
im Libanon zeigen es immer wieder aufs neue - der Nahe Osten
ist eine stürmische Region.
Dennoch ist die Gesellschaft im Nahen Osten über politische
Kämpfe und mörderische Konflikte hinaus auf vielen
Ebenen im Umbruch begriffen.
Spannungen entstehen zwischen wirtschaftlicher und sozialer
Modernisierung einerseits und fundamentalistischen Weltanschauungen
andererseits. Traditionelle Philosophien treffen unvermittelt
auf westliche Modelle.
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Wirtschaftliche
Probleme betreffen vor allem den Ölhandel, den Erlös
daraus, seine Auswirkungen, und entscheidende Fragen stellen
sich: Welche Entwicklungsstrategien sind zu verfolgen, wie
kann der Nahe Osten in das System der Weltwirtschaft integriert
werden? Und wer wollte die Augen davor verschließen,
dass in dieser begehrten, umkämpften Region immer neu
die Herausforderung einer weltweiten Entspannung auf dem
Spiel steht?
Les Cahiers de L'Orient (Zeitschrift für den Nahen
Osten) stellt sich diesen komplizierten und doch faszinierenden
Fragen und Problemen und richtet den Blick auf die Realität.
Les Cahiers de l'Orient sieht sich als ein Instrument des
Dialogs und der Toleranz. Die Wahl der französischen
Sprache als Ausdrucksmittel und Medium beruht auf der Überzeugung,
dass sowohl die geographische als auch die intellektuelle
Dimension des französischsprachigen Raums für
Freiheit steht.
Wie könnte man sich in dieser Situation nicht mit der
Immigrationsproblematik auseinandersetzen, die auf ihre
Art die Küsten des Mittelmeers verbindet? Über
fünf Prozent der Einwohner Frankreichs stammen aus
den Maghrebstaaten und sind Moslems. Während Frankreich
vor vierzig Jahren zweifellos über die besten Islamwissenschaftler
und Orientalisten verfügte, scheint die heutige Gesellschaft
die Grundlagen des Nahen Ostens und des Islam nicht mehr
richtig zu verstehen. Aus diesem Unwissen, aus diesen Fehlurteilen
entstehen Angst und Zurückweisung.
Les Cahiers de l'Orient will in diesem Sinne eine Verkörperung
der Schicksalsgemeinschaft zwischen Völkern sein: zwischen
den Bewohnern der nördlichen und südlichen Küsten
des Mittelmeers ebenso wie zwischen den Gemeinschaften innerhalb
Frankreichs.
Im Laufe von zehn Jahren ist die Zeitschrift Les Cahiers
de L'Orient als Forum für freie Aussprache und Diskussion
zu einer Referenz geworden. Ihre Dossiers und Analysen geben
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein wertvolles Arbeitsinstrument
voller Denkanstöße an die Hand. Unser Leserprofil
setzt sich zusammen aus folgenden Gruppen:
40% Unternehmer
37% leitende Angestellte oder Freiberufler wie
z.B. Bankiers, Ingenieure, Anwälte, Professoren
7% Studenten
16% Forschungsinstitute, Botschaften, Vereinte
Nationen, CEPS, IHESI
7% Bibliotheken und Institutionen. |